Der Moagenseren "KITTI" – legendär und furchtlos

Moagenseren ist das Ergebnis einer kreativen Zusammenarbeit mit der Abenteurerin Monica „Moa“ Hundseid und inspiriert von traditioneller norwegischer Strickkunst sowie den fleißigen Menschen, die diese Muster seit Generationen im Alltag verwenden. Das klassische Karomuster wurde im Laufe der Jahrhunderte in unzähligen Variationen gestrickt. Mit Moagenseren haben wir diesen zeitlosen Ausdruck aufgegriffen und unsere eigene Version geschaffen – eine moderne Hommage an die Vergangenheit, die die Wildnis, die Freude am Handarbeiten und die Liebe zum Detail widerspiegelt.

Die fünf verschiedenen Farben der Kollektion sind nach inspirierenden, fleißigen Persönlichkeiten der norwegischen Arktisgeschichte benannt. Hier ist die Geschichte von Kitti – dem Namen des Pullovers in Cremeweiß und Lila mit türkisfarbenen und orangen Details:

Margrethe Kitti (Máhte Márge)

Rentierzüchter-Same und Näherin (1884–1974)

Margrethe Lango Kitti wurde am 24. Juni 1884 in Tromsø an Bord eines Schiffes auf dem Weg in die Stadt geboren. Sie stammte aus einer Rentierzüchterfamilie der Tromsdalssiida und wurde im Laufe ihres Lebens sowohl in Tromsø als auch in der samischen Gemeinschaft zu einer bekannten und geachteten Persönlichkeit.

Als junge Frau wurde Margrethe von Roald Amundsens Materialmanager Fritz Zapffe engagiert, um Winterkleidung und Ausrüstung für die Gjøa-Expedition durch die Nordwestpassage zu nähen. Die Kleidung der Sami war besonders gut für extreme Kälte geeignet, und Margrethe nähte unter anderem Jacken, Handschuhe, Schädelkappen, Glöckchen und Schlafsäcke – eine umfangreiche Arbeit zusätzlich zu dem, was sie für ihre eigene Familie anfertigte.

Nach der Auflösung der Genossenschaft im Jahr 1905 stellte die Familie Kitti auf die ganzjährige Rentierzucht auf den Inseln vor Tromsøya um – ein Recht, das 1923 durch eine königliche Charta formalisiert wurde. Nach dem Tod ihres Mannes Per Kitti im Jahr 1946 übernahm Margrethe unbestritten die Leitung der Familienrentierzucht. Obwohl die Herde während des Krieges stark dezimiert worden war, gelang es ihr mit der Unterstützung ihrer Großfamilie, sie wieder aufzubauen. Sie verfügte über ein großes Netzwerk in der Rentierzuchtbranche und kannte die Höfe der Region sehr gut.

Margrethe wird als starke, weise und furchtlose Frau beschrieben, die samische Traditionen pflegte und sich nicht scheute, gegen die Obrigkeit zu protestieren. Sie war eine vertraute Erscheinung im Stadtbild von Tromsø, insbesondere im Café „Arbeideren“, wo sie oft mit ihrer Pfeife saß. Für die Kinder der Nachbarschaft wurde sie zu einer Legende, um die sich Geschichten über ihr Wissen und ihre Gabe der Hellsichtigkeit rankten.

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